2010 Appenzell und Alpstein

2010 Appenzell und Alpstein2017-09-29T22:27:34+00:00

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5. – 9- August 2010

Bericht und Fotos von Roger, Anne-Laurence, Maire-Claire und Marion.

Tag1

Die sehr schlechten Wetterprognosen führten dazu, dass die ursprüngliche Idee, nämlich am ersten Tag einen Kultur- und Sightseeing-Tag in Appenzell durchzuführen und in Appenzell zu übernachten, wieder aus der Schublade geholt werden musste. So fanden sich an diesem völlig verregneten Donnerstag dem 5. August sieben BVSler in Appenzell ein, wo Anne-Laurence und Roger sowie das thailändische Gastkind Apinya (doch alle nennen sie JAM, keine Ahnung warum) auf sie warteten. Nach einem währschaften Brunch ging es zuerst zusammen und dann individuell ins Dorf (Appenzell ist ein Dorf!), wo Einkaufsläden, Kunsthandwerk und Museen zum Besuch einluden. Am Abend gab’s im Appenzeller Haus „Friedheim“, wo Anne-Laurence und Roger Gastrecht hatten, ein Appenzeller Fleischkäse-Menu, und für die Nachtruhe war der Name des Hauses Programm.
Da an diesem Tag kaum jemand auf die Idee kam, Fotos zu machen, anbei ein paar wenige Fotos aus früheren Tagen, wie es bei schönem Wetter im Appenzellischen und im Dorf aussehen könnte.

Tag 2

Der Wetterbericht kündigte mit etwas Fantasie „Aufhellungen“ an… – Um es vorweg zu nehmen, dem war nicht so.
Trotzdem nahmen wir um 9h guten Mutes die Seilbahn auf die Ebenalp und wanderten in 15 Minuten durch die Bärenhöhle zum berühmten Wildkirchli (Marketingslogan in Appenzell: Wildkirchli bei Regen – ein Geheimtipp! … Nun ja?) und zum Gasthaus Äscher, wo die erste Rast anstand, und uns Wali mit einem Handorgel-Ständchen überraschte. Aufgrund der garstigen Verhältnisse, kurze Regengüsse und Nieselregen abwechselnd mit trockenen Abschnitten, wurde entschieden, auf die vorgesehene Route über den Säntis zu verzichten. Über den Seealpsee und die Meglisalp sollte der Weg nun direkt zum Rotsteinpass führen, unserem ersten Tagesziel. Doch auf der Meglisalp hatten ein paar wenige (wer wohl?) doch noch Lust, den Aufstieg auf den Säntis und den Abstieg über den Lisengrat zu wagen. Es wurde eine alpine Wanderung in den sommerlichen Winter! Trotzdem hat sich dieser Umweg gelohnt, denn der Gang über den leeren und verschneiten Säntis und danach über den wunderbar angelegten Lisengrat-Pfad ist auch so spannend und wunderschön. Und am Abend im Berggasthaus Rotsteinpass, mit à la carte Menü (von den Käsehörnli über frischen Salat bis zum Rindssteak gab es alles), konnten sich alle auf den bevorstehenden sonnigen zweiten Tag freuen.

Tag 3

Dieser Tag kündigte sich im Morgengrauen bereits grossartig an. Deshalb gab es auch ein Gruppenfoto vor dem Lisengrat und dem Säntis, bevor es ab durch die steile Flieswand zum Altmann ging. Dieser wies uns aber schroff ab, was heisst: zu viel Schnee in der steilen Aufstiegsflanke. Dafür bestiegen wir den Vorgipfel gegenüber und genossen die grandiose Aussicht auf Säntis, Seealpsee und Churfirsten. Dann ging’s weiter um den Altmann herum zu den mächtigen Kreuzbergen. Den dritten Kreuzberg (von links im Foto) wollten wir besteigen, durch diese deutlich sichtbare, geniale, tiefe und steile Aufstiegsrinne. Ein tolles Erlebnis! – Und auch der Abstieg war nicht ohne. Da musste sogar das Seil zu Hilfe genommen werden, um den Einstieg in die Rinne von oben zu schaffen.
Der weitere Weg führte uns dann mit Blicken in das tief unter uns liegende Rheintal über die Saxerlücke zur Bollenwees und schliesslich weiter zum nächsten Etappenziel: die romantische Meglisalp mit ihrem Gasthaus und der charakteristischen Kapelle. Nach diesem langen Tag konnten wir am Abend ein leckeres Appenzeller Gourmet-Menü in 3 Gängen geniessen (Brennesselsuppe, gemischter Salat, Appenzeller Hackbraten mit Käseknöpfli und Gemüse), bevor wir dem letzten Tag unserer Alpsteinwanderung entgegen schliefen.

Tag 4

Der Wetterbericht für den 4. Tag war eigentlich optimistisch, doch bereits vor dem Abmarsch schien sich Arlette nicht so sicher zu sein…
Trotzdem ging es teilweise in kurzen, aber heftigen Regengüssen über die gut gesicherte Agateplatte zum nächsten Gasthaus, dem Messmer, wo sich alle gerne aufwärmten. Leider kündigten sich weitere, gewitterartige Regengüsse an, und nur die Mutigen und Wasserresistenten getrauten sich hoch oben über den ausgesetzten Kammweg zum Schäfler. Schliesslich fanden wir uns alle wieder auf der Ebenalp ein, um mit der Seilbahn den Alpstein nach drei Tagen wieder zu verlassen.
Trotz des teilweise etwas garstigen Wetters waren es für alle erlebnisreiche und spannende Tage in einer für Bergvereinler weitgehend unbekannten Gegend.
So verabschiedeten sich Jam, Anne-Laurence, Evelyne, Wali und Roger guten Mutes von den per Zug nach Hause fahrenden Eliane, Arlette, Sabine, Marie-Claire und Marion.

Tag 5 – Zusatztag

Weil sich das Wetter für den nächsten Tag hervorragend ankündigte, und auch hielt was es versprach, blieben Wali und Evelyne noch einmal eine Nacht in Appenzell und genossen mit Anne-Laurence und Roger noch einmal den Säntis, diesmal aber unter strahlend-blauem Himmel. Von der Schwägalp ging es steil dem Nasenlöcher-Weg entlang zum bekannten Öhrli, das von Wali, Evelyne und Anne-Laurence auch mutig bestiegen wurde. Von da aus dann mit Umwegen à la Wali zum legendären Blauschnee (oder was davon übrig bleibt) und über die gutgesicherte steile Himmelsleiter auf den futuristischen Säntis mit Säntis-City. Ein gelungener Abschluss für die Vier mit bleibenden Erinnerungen dank des doch noch überzeugenden Wetters.